Ausstellung „Was mir der Rhein erzählt“ von Jessen Oestergaard

Nachtwandel 2023

Giftbox: Mai/Juni 22
Nachtwandel: Oktober 22

Nachtwandel 2023

Nachtwandel 22

Oestergaards vierte Bilder erzählen mit drei aufgenommenen Bildern eine Geschichte, die aus den Aufnahmen heraus entsteht. Die Bilder wurden alle am Rhein aufgenommen und die zugehörigen Geschichten hat ihm der Rhein beim Entwickeln der vierten Bilder erzählt. Der erzählerischer Kontext des vierten Bildes hält die drei Bilder zusammen und lässt den Betrachter in das vierte Bild und den Fluss der Erzählung eintauchen. Die drei Bilder halten durch ihren Informationsaustausch an den Rändern die Geschichte in Fluss und verwandeln sie in etwas Lebendiges, indem sie ihre eigene Sichtweise von Bild zu Bild in alle Richtungen weitertragen.

Schon beim Ineinanderschieben der drei Bilder ergibt sich eine visuelle Spannung, die das vierte Bildes mit narrativer Energie auflädt. Sie verändert kontinuierlich wie die drei Bilder als viertes Bild gesehen werden und auf diese Weise auch den Fluss der Geschichte selbst. Wie weit die Bilder miteinander verschmelzen, bestimmt Zeit und Raum in der Geschichte: klar definierte Linien zeigen sich am Anfang der Erzählung, verschmelzenden Linien führen die Handlung weiter und kaum wahrnehmbare Übergänge führen den Betrachter möglicherweise zu einem dramatischen Höhepunkt. 

Innerhalb eines vierten Bildes können sich verschiedene Übergange und Eigenschaften ergeben, die Konflikte bei der Interpretation der Geschichten ergeben. Solche Konflikte lassen sich möglicherweise wie im Triptychon „Traum des Anglers“ nur auf einer Metaebene auflösen. Wenn das warme Gefühl, das durch das Gelb der Sonne im Bild ausgelöst wird, durch die warnende Funktion der Farbkombination Schwarz-Gelb in eine Vorahnung von Gefahr kippt, dann kann aus dem Traum des Anglers leicht ein Alptraum werden. Das ist der Stoff aus dem sich neue Erzählungen und neue vierte Bilder ergeben. 

Die immanenten Konflikte und die kommunikativen Übergänge zwischen den drei Bildern ermöglichen dem Betrachter, an verschiedenen Stellen in den Fluss der Erzählung einzusteigen und dabei seiner eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen. Wie alle guten Erzähler verändern die Triptychen ihre Erzählweise von Mal zu Mal und laden den Betrachter kontinuierlich dazu ein, die vierten Bilder zu einer eigenen Geschichte zu formen. Wer sich auf Jessen Oestergaards Arbeit „Was mir der Rhein erzählt“ einlässt, wird in einen meditativen Strudel aus eigenen Geschichten gezogen und kann sich nur schwer vom Erzählen lösen. Die Andacht, die der meditative Strudel erzeugt, löst sich völlig aus dem christlichen Kontext des abendländischen Triptychons und lehnt sich an die meditativen Stimmungen aus dem Morgenland an, die auch ohne Gott Sinn ergeben.

Ausstellung Giftbox Mai/Juni 22

Jessen Oestergaard stellt seine neue Arbeit „Was mir der Rhein erzählt“ aus der Werkgruppe „Vierte Bilder“ vor. Vierte Bilder erzählen mit drei aufgenommenen Bildern eine Geschichte, die aus den Aufnahmen heraus entsteht. Die Bilder wurden alle am Rhein aufgenommen und die zugehörigen Geschichten hat ihm der Rhein beim Entwicklen der vierten Bilder erzählt. Ein erzählerischer Kontext hält die drei Bilder zusammen und läßt den Betrachter in das vierte Bild und den Fluß der Erzählung eintauchen. Die drei Bilder halten durch ihren Informationsaustausch an den Rändern die Geschichte in Fluß und verwandeln sie in etwas Lebendiges, indem sie ihre eigene Sichtweise von Bild zu Bild in alle Richtungen weitertragen.

Schon beim Ineinanderschieben der drei Bilder ergibt sich eine visuelle Spannung, die das vierte Bildes mit narrativer Energie auflädt. Sie verändert kontinuierlich wie die drei Bilder als viertes Bild gesehen werden und auf diese Weise auch den Fluß der Geschichte selbst. Wie weit die Bilder miteinander verschmelzen, bestimmt Zeit und Raum in der Geschichte: klar definierte Linien zeigen sich am Anfang der Erzählung, verschmelzenden Linien führen die Handlung weiter und kaum wahrnehmbare Übergänge führen den Betrachter möglicherweise zu einem dramatischen Höhepunkt. Innerhalb eines vierten Bildes können sich verschiedene Übergange ergeben und so können sich auch Konflikte zwischen den Bildern und den Übergängen auftun.

Die kommunikativen Übergänge ermöglichen dem Betrachter, an verschiedenen Stellen in den Fluß der Erzählung einzusteigen und dabei seiner eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen. Wie jeder gute Erzähler verändert das vierte Bild seine Erzählweise von Mal zu Mal und lädt den Betrachter kontinuierlich zu seiner eigenen Geschichte ein.

Winterlied

Kurz vor dem Baumstamm werden wir langsamer, halten uns still in der Strömung, schauen hinauf zu diesem langen, dunklen Zweibeiner hinter dem Gras, der sich eine Kiste vor die Augen hält. Es klickt und surrt dreimal durch den Nebel, eine fremde Melodie. Mit seinen langen Armen steckt er etwas in sein Gefieder, wahrscheinlich um es in sein Nest zu bringen.

Ausstellungtermine:
12. Mai | Vernissage | 19 – 21 Uhr
14. Mai | Diskussionsnachmittag | 15 – 21 Uhr
19. Mai | Ausstellung | 19 – 21 Uhr
26. Mai | Ausstellung | 19 – 21 Uhr
02. Juni | Ausstellung | 19 – 21 Uhr
09. Juni | Finissage | 19 – 21 Uhr

Am Diskussionsnachmittag wird es einen inhaltlichen Schwerpunkt geben, der vom Künstler zusammen mit den Besuchern gesetzt wird.

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